n8n, Make oder Zapier: welches Automatisierungs-Tool passt zu Ihrem Betrieb?

Drei Werkzeuge, die Ihre Programme automatisch verbinden. Welches passt, hängt weniger von den Funktionen ab als von Kosten, Datenschutz und dem, was Sie vorhaben.

Wenn Sie sich mit Automatisierung beschäftigen, stoßen Sie schnell auf drei Namen: Zapier, Make und n8n. Alle drei machen im Kern dasselbe: Sie verbinden Ihre Programme, damit Daten automatisch von A nach B wandern, ohne dass jemand abtippt. „Neue Anfrage im Formular? Leg automatisch einen Kontakt an und schick eine Bestätigung." Solche Ketten bauen alle drei.

Die Frage ist nicht, welches das beste Tool ist, sondern welches zu Ihrem Betrieb passt. Und das entscheidet sich weniger an den Funktionen als an drei anderen Punkten: Kosten, Datenschutz und wie weit Sie damit kommen.

Zapier: der einfachste Einstieg

Zapier ist das bekannteste und einsteigerfreundlichste Werkzeug. Es hat mit Abstand die meisten fertigen Verbindungen zu anderen Programmen, und einfache Abläufe klickt man in Minuten zusammen.

  • Stark: riesige Auswahl an Verbindungen, sehr einfach für simple Abläufe.
  • Schwach: Wird bei vielen Vorgängen schnell teuer. Komplexere Logik ist umständlich. Und: Ihre Daten laufen über Server in den USA.

Für einen ersten, einfachen Ablauf ist Zapier oft der schnellste Weg. Für viel Volumen wird es ein teures Vergnügen.

Make: mehr Logik fürs Geld

Make (früher Integromat) arbeitet mit einem visuellen Baukasten, in dem man Abläufe als Diagramm zusammensteckt. Es kann deutlich mehr Logik als Zapier und ist pro Vorgang meist günstiger.

  • Stark: mächtiger bei verzweigten Abläufen, besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bei Volumen.
  • Schwach: etwas steilere Lernkurve. Auch hier: US-Cloud, Ihre Daten verlassen Europa.

Make ist der gute Mittelweg, wenn Zapier zu simpel oder zu teuer wird, Sie aber kein eigenes System betreiben wollen.

n8n: das flexibelste, mit Datenschutz-Vorteil

n8n ist quelloffen und lässt sich auf Ihrem eigenen Server betreiben. Das ist der entscheidende Unterschied: Ihre Daten bleiben bei Ihnen und verlassen nicht das Haus. Dazu ist n8n technisch am mächtigsten, hier lässt sich fast alles abbilden.

  • Stark: volle Kontrolle, Daten bleiben bei Ihnen (Datenschutz), technisch kaum Grenzen, keine Gebühr pro Vorgang.
  • Schwach: Es muss eingerichtet und gepflegt werden. Das ist Technik, die jemand können muss.

Warum gerade der Datenschutz-Aspekt für deutsche Betriebe zählt, steht im Beitrag Automatisierung und Datenschutz: n8n selbst hosten.

Der Vergleich auf einen Blick

ZapierMaken8n (selbst gehostet)
Einstiegam einfachstenmitteltechnisch
Kostenteuer bei VolumengünstigerServerkosten statt Gebühr pro Vorgang
DatenschutzDaten in den USADaten in den USADaten bleiben bei Ihnen
Grenzeneinfache Abläufekomplexere Abläufekaum Grenzen

Und wann keins davon reicht

Diese Werkzeuge sind stark, solange es fertige Bausteine für Ihre Programme gibt. Sobald ein Programm keine Schnittstelle anbietet, eine Regel gilt, die nur bei Ihnen so ist, oder etwas wirklich Zuverlässiges gebraucht wird, endet die Klick-Welt und es beginnt der eigene Code. Warum dieser Teil das eigentliche Handwerk ist, steht in der Übersicht Die Assistenz, die Sie nicht einstellen müssen.

Was das für Sie heißt

Für einen einfachen ersten Ablauf können Sie mit Zapier oder Make selbst starten, das ist kein Hexenwerk. Interessant wird unsere Hilfe an zwei Stellen: wenn es komplexer wird und die Klick-Tools nicht mehr mitkommen, oder wenn Kundendaten im Spiel sind und Sie eine saubere, selbst gehostete Lösung wollen. Beides bauen wir, siehe Automatisierung. Und wenn Sie erst einmal wissen wollen, welcher Weg für Sie der richtige ist, klären wir das in einer IT-Beratung.

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